der Sparfuchs - ein Tier aus Deutschland

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Beate
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der Sparfuchs - ein Tier aus Deutschland

Beitrag von Beate » Fr 6. Apr 2018, 12:00

Das Bild des sparsamen Deutschen, das ist quasi fixer Bestandteil der nationalen Identität. Dabei ist das Bedürfnis, zu sparen, gar keine spezifisch deutsche Eigenart: Schon die Römer nutzten schlichte Ton-Spardosen, um ein paar Sesterzen für den Notfall zurückzulegen. Die ersten Pfandleihkassen entstanden in Italien, und die Idee einer Sparkasse hatte ein französischer Finanzbeamter.

Trotzdem gilt Deutschland als das Land der Sparer schlechthin. Woher rührt diese Liebe zur schwarzen Null? Warum sind die Deutschen solche Sparfüchse? Und wieso wird eine Sparpolitik, die im Ausland häufig auf Kritik stößt, hierzulande kaum in Frage gestellt? Die Ausstellung „Sparen – Geschichte einer deutschen Tugend“, die bis Ende August im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu sehen ist, geht diesen Fragen nach.

Anhand von Sparbüchsen, Plakaten, Sparkarten, Werbefilmen, Sparbüchern, Gemälden und Sparkassen-Broschüren zeigt sie, wie sich das Sparen der Deutschen über Jahrhunderte hinweg zu einer unhinterfragten, moralisch überhöhten Tugend entwickelte. So die These der Ausstellung. Denn selbst bei Hyperinflation, Niedrigzins und Weltwirtschaftskrise sparten die Deutschen fleißig weiter.




Zum Finale der Ausstellung flimmern Reden von Angela Merkel und Peer Steinbrück während der Finanzkrise über den Bildschirm. „Die Einlagen der deutschen Sparerinnen und Sparer sind sicher!“ garantieren sie. So kann sich der Besucher getrost und beruhigt dem Ausgang zuwenden. Aber nicht, ohne an einem Stand eine Pappmünze zu hinterlassen und zu resümieren, wofür er die Geldattrappe am liebsten zurücklegen würde. Auto, Haus, Urlaub, Zukunft – oder doch nicht sparen? Auch das ist eine Option.

Ausstellung „Sparen – Geschichte einer deutschen Tugend“ ist noch bis zum 26. August im Deutschen Historischen Museum von Berlin zu sehen.
der komplette Bericht: https://www.augsburger-allgemeine.de/ku ... 99901.html
:winter16:
Auch Schweigen kann falsch verstanden werden.
Der eine fühlt sich ignoriert,
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